Verkehr

Täglich ereignen sich 666 Wildunfälle

 

Die Zahl der Wildunfälle ist auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Die Versicherungsleistungen der deutschen Kfz-Kaskoversicherer erreichten Rekordniveau. Durch vorausschauendes Handeln kann das Unfallrisiko deutlich begrenzt werden.

Genau 243.000 Wildschäden haben die deutschen Kfz-Kaskoversicherer im vergangenen Jahr bearbeitet. Das entspricht einer täglichen Unfallbilanz von 666 Verkehrsunfällen. Zudem erreichten die Ausgaben zur Schadenregulierung ein Rekordniveau von 520 Millionen Euro, womit erstmals die halbe Milliarde-Euro-Grenze überschritten wurde. Diese Angaben machte kürzlich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Geschwindigkeit drosseln, bremsbereit bleiben

In Deutschland warnen rund 30.000 Verkehrsschilder vor Wildwechsel. Doch die wenigsten Autofahrer passen ihr Fahrverhalten der Gefahrenstelle an. Wild ist unberechenbar, insofern gibt es zwar keine goldene Regel. Insbesondere am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern ist es aber ratsam, die Geschwindigkeit zu drosseln, besonders aufmerksam zu fahren und bremsbereit zu bleiben, so die Empfehlung des GDV. Riskante Ausweichmanöver sollten hingegen unbedingt vermieden werden. Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder einem Baum ist in der Regel verheerender als die Kollision mit einem Tier. Kommt es dann doch zu einem Zusammenstoß, ist es für eine schnelle Schadenbearbeitung immer hilfreich, Fotos von Unfallort, Tier und Fahrzeug zu machen. Das verunglückte Wild sollte aber wegen möglicher Tollwutgefahr nicht angefasst werden. Das überlässt man besser dem Förster oder Jagdpächter.

Das sollten Sie nach einem Wildunfall tun:

1.    Stellen Sie sicher, dass alle Insassen vor Verlassen des Fahrzeuges eine Warnweste tragen
2.    Sichern Sie die Unfallstelle ab: Schalten Sie das Warnblinklicht ein und stellen Sie ein Warndreieck vorschriftsmäßig auf, damit die Unfallstelle frühzeitig für nachfolgende Kraftfahrer sichtbar wird.
3.    Benachrichtigen Sie die Polizei.
4.    Lassen Sie sich am Unfallort eine Wildbescheinigung vom zuständigen Förster oder Jagdpächter ausstellen.
5.    Machen Sie Fotos vom Unfall. Damit können Sie die Schadenregulierung unter Umständen beschleunigen.
6.    Rufen Sie Ihren Versicherer an, bevor Sie Reparaturen an Ihrem Pkw beauftragen.